Sakyong Mipham Rinpoche

Sakyong Mipham RinpocheSeit 1990 trägt Sakyong Mipham Rinpoche die Verantwortung für Shambhala International. Zunächst im Westen aufgewachsen und später mit den traditionellen Formen des Buddhismus vertraut gemacht, verbindet sich in seiner Person auf einzigartige Weise die Kenntnis beider Traditionen.

Sakyong Mipham Rinpoche ist der älteste Sohn von Chögyam Trungpa, Rinpoche. Im Jahre 1990 übernahm er das spirituelle und geistige Erbe seines Vaters und wurde offiziell als Linienhalter eingesetzt.

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Kindheit, Erziehung und Jugend

Er wurde 1962 in Bodhgaya, Indien, geboren und verbrachte seine frühe Kindheit in diesem Land. Später folgte er seinem Vater zunächst nach Großbritannien und dann in die USA, wo er westlich erzogen wurde.

Der Sakyong lebte bei seiner Mutter in einem tibetischen Flüchtlingslager in Nordwest-Indien. Im Alter von sieben Jahren zog er zu seinem Vater nach Samyé Ling, einem Meditationszentrum in Schottland. 1971 ging er mit seinem Vater und seiner Stiefmutter, Diana Mukpo, nach Boulder, Colorado. Dort setzte er sein Studium des Buddhismus ebenso wie seine westliche Erziehung fort. Darüber hinaus begann er die Ausbildung in verschiedenen kontemplativen Künsten wie Kyudo (japanisches Bogenschießen), Kalligraphie, Blumenstecken und Reiten.

Trungpa Rinpoche mit dem Sawang1978 übertrug Trungpa Rinpoche offiziell den Titel Sawang, “Erdherr”. Gleichzeitig setzte er ihn als seinen Erben ein und übertrug ihm besonders die Verantwortung für die Verbreitung der Shambhala-Lehren im Westen. Diese Lehren sah er als wesentlich für die Verwurzelung des Dharma im Westen an. Um für seine spätere Aufgabe als Sakyong befähigt zu werden genoss er eine sehr sorgfältige Erziehung unter der Führung seines Vaters, Trungpa Rinpoche.Dieser ließ ihm ein intensives Training sowohl in der buddhistischen Tradition als auch der Überlieferung von Shambhala und der kontemplativen Künste angedeihen.

Nach dem Tod seines Vater im Jahre 1987 ging der Sakyong, da er weitgehend als Westler erzogen, war nach Indien, um in der traditionellen Weise der tibetischen Mönche zu studieren. Für einige Jahre praktizierte und studierte er intensiv unter der Obhut von Dilgo Khyentse Rinpoche, Penor Rinpoche und Khenpo Namdral.

Dilgo Khyentse Rinpoche mit dem Sakyong

Dilgo Khyentse Rinpoche mit dem Sakyong

Der Sakyong erhielt viele Lehren und Ermächtigungen von den großen Lehrern der Karma Kagyü- und Nyingma-Linien des tibetischen Buddhismus, unter ihnen Seine Heiligkeit, der XVII. Karmapa, der Ehrwürdige Tenga Rinpoche, der Ehrwürdige Kalu Rinpoche, der Ehrwürdige Tülku Urgen und Seine Heiligkeit Penor Rinpoche, dem Oberhaupt der Nyingma-Linie.Der große Nyingma-Lehrer und zuletzt Oberhaupt der Nyingma-Linie, seine Heiligkeit Dilgo Khyentse Rinpoche war wie ein zweiter Vater für den Sakyong.

1990 kehrte der Sakyong auf Anraten von Dilgo Khyentse Rinpoche in den Westen zurück, um in einer schwierigen Situation die Führungsverantwortung zu übernehmen. Damit begann er die Vereinigten Staaten, Canada und Europa zu bereisen und zu lehren und setzte seine persönlichen Meditationsübungen und sein Studium fort.

1992 wurde die Dachorganisation Shambhala vom Sakyong gegründet. Sie sollte die Aktivitäten der vielen Organisationen umfassen, die Trungpa Rinpoche gegründet hatte. Shambhala umfasst jetzt Vajradhatu, einen Weg traditioneller buddhistischer Lehren, Shambhala-Training, ein grundlegendes Schulungs-Programm in Meditation und die Nalanda-Stiftung, die sich erzieherischen, sozialen und künstlerischen Programmen widmet.

1995 wurde der Sakyong, als spirituelles und weltliches Oberhaupt von Shambhala, formell eingesetzt. Die Zeremonie der Inthronisierung des Sakyong wurde von Seiner Heiligkeit Penor Rinpoche geleitet. Während der Zeremonie bestätigte Seine Heiligkeit ihn als Mipham Rinpoche, als Nachkommen des verehrten tibetischen Meditationsmeisters und Gelehrten Mipham Jamyang Gyatso und verlieh ihm den Titel des Sakyong. Ein Sakyong oder “Erd-Beschützer” ist jemand, der die Sorge für andere und die Sichtweise grundlegender Gutheit im Einzelnen und der Gesellschaft fördert.

 

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Musik: ‘Come and Dance’